Kinder-Coaching-Programm: Ich schaff’s

Das Kinder-Coaching-Programm „Ich schaff‘s“ nach Ben Furman (finnischer Psychologe und Psychiater) basiert auf dem Ansatz der lösungsorientierten Psychologie. In diesem Programm wird das Problemverhalten nicht thematisiert. Stattdessen verwandeln wir es in ein angestrebtes Ziel, beziehungsweise in eine zu erlernende Fähigkeit.

In 15 Schritten zum Erfolg

dsc_0011Ein Kind mit zum Beispiel einer sozialen Phobie könnte dieses konkrete Ziel für sich entwickeln: „Ich zeige bei meiner Lieblingslehrerin im Deutschunterricht fünf Mal auf“. Ist dieses Ziel geschafft, nimmt es sich ein neues Ziel vor: „Ich lade einen Schulkameraden nach Hause ein“. Mit jedem Ziel, das das Kind erreicht, verändert sich seine Selbstwahrnehmung: Es erlebt sich als selbstwirksam. Sein Selbstvertrauen wächst.

Das Ich schaff‘s-Programm umfasst 15 Schritte. Die Kinder erhalten ein Trainingsbüchlein, in das sie ihre Erfolge eintragen können. Wer Kinder motivieren will, neue Fähigkeiten zu erlernen, braucht einerseits Neugier und echtes Interesse an ihren Motiven und Gedanken. Mithilfe verschiedener Techniken – Kraftfiguren finden, Nutzen herausarbeiten – halten wir auf der anderen Seite das Interesse des Kindes für den Arbeitsprozess wach. Das Kind empfindet Stolz, wenn es sein Ziel erreicht hat.

Ich schaff‘s-Programm für Jugendliche in „coolerer“ Version

Gerade im Jugendalter/frühen Erwachsenenalter besteht eine erhöhte Anfälligkeit für die Entwicklung psychischer Probleme. Unter Umständen kann es weitreichende Folgen für einen pubertierenden Jugendlichen haben, wenn er sich selbst abgewertet, lächerlich oder unattraktiv erlebt. Ein gesundes Selbstvertrauen kann ihn vor der Entwicklung psychischer Probleme/Störungen schützen.

Mein Fazit

Das Programm ist ganz auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten: Für diese Altersgruppe ist es sehr viel attraktiver, neue Fähigkeiten zu erlernen, als Probleme überwinden zu müssen. Aber auch Eltern profitieren von diesem Programm. Schuldzuweisungen fehlen völlig. Stattdessen werden Eltern, Großeltern als kindliche Ressourcen betrachtet. Sie fungieren als Helfer und Unterstützer beim Erlernen der neuen Fähigkeit.

Das „ich-schaff‘s“-Programm ist ein menschenfreundlicher und zugewandter Ansatz, der allen Beteiligten Spaß macht. Ob schüchtern und introvertiert oder störend, laut und extrovertiert – von „Ich schaff’s“ können alle Kinder gleichermaßen profitieren.

Es kann im Einzelsetting zur Anwendung kommen, macht aber in der Gruppe/innerhalb der Familie noch mehr Spaß. Auch an Schulen und Kindergärten kann es wunderbar eingesetzt werden. In der Schule biete ich im OGS-Bereich derzeit das „Ich schaff’s“ Programm als AG an.

Ich bin vom „Ich schaff‘s“-Ansatz tief überzeugt.